Murder Park von Jonas Winner | Gastrezension à la Leselaunen

Freitag, September 22, 2017


Original: "-"/2017, Heyne Verlag*, 416 Seiten, Übersetzer/-in: -, broshiert, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch, eBook oder Hörbuch

Ich bin Neri, 29 Jahre alt und schreibe normalerweise für Leselaunen. Hier möchte ich die Chance nutzen, auf dem Blog von der lieben Renate eine Rezension zu verfassen und somit vielleicht auch einige von ihren Lesern kennen zu lernen und euch von einem meiner letzten Bücher zu berichten. Vielen Dank an Renate, für diese Möglichkeit.

B E T R E T E N   A U F   E I G E N E N   G E F A H R

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.


Ein Vergnügungspark. Ein Thriller. Diese beiden Stichworte haben anfangs gereicht, um mich vollends für das Buch zu begeistern. Natürlich wusste ich da noch nicht, wie es mir tatsächlich gefallen würde, jedoch war das Interesse sofort geweckt. Das Cover, bestehend aus einem Negativ, tat sein Übriges um mir den Entschluss, das Buch lesen zu wollen, zu erleichtern. 

Die Beschreibung ist schon Faszination pur. Gruseliger geht´s kaum. Ich bin dem Thriller-Genre sehr zugeneigt, weswegen der Klappentext mich sofort in den Bann gezogen hatte. Irgendwie musste ich kurz an bekannte Horror-Trilogien á la "Halloween" oder "Scream" denken. Weniger auf die Handlung, als viel mehr auf die lange Zeit zwischen den Morden bezogen. Jonas Winner schaffte es mit seinem fesselnden Schreibstil, mich immer wieder mitzureissen. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass ich seine Art zu schreiben außergewöhnlich finde.


Die Handlung selbst wird durch die Interviews mit den zwölf Beteiligten perfekt ergänzt. So entsteht nie Langeweile und es fiel mir schwer, das Buch wegzulegen. Die Suche nach dem Mörder allein, verspricht schon Spannung, aber besonders reizvoll ist die Tatsache, dass ich zu keiner Zeit einen Täter im Kopf hatte. Jeder konnte es sein. Wenn es dem Autor gelingt, die Geschichte so zu verpacken, dass ich als Leser lange nicht weiß, wer es war, dann ist die Handlung gelungen.

Mir gefiel auch das Zitat von Edgar Allan Poe am Anfang des Buches und die Datumsanzeigen vor und in den Kapiteln. Das Nachvollziehen fiel damit um einiges leichter. Großartig fand ich, wie erwähnt, die Interviews. Das macht das Buch so besonders.

*Ich bedanke mich beim Autor Jonas Winner und dem Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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